DER LAUTSPRECHER
AM FAXGERÄT


Dipl.-Ing. Helmut Kropp

 
 
 
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Der Lautsprecher am Faxgerät

Dipl.-Ing. H. Kropp


  1. Das Faxgerät arbeitet beim Senden wie beim Empfangen automatisch und jeder denkt sich, das wird schon gut gehen. Auch nervt viele Leute das Geräusch des "Handshakes" bei Verbindungsbeginn, also wird der Lautsprecher des Faxgerätes abgedreht oder ganz ausgeschaltet. Das kann aber ganz schön ins Auge gehen.

    Bei einem Computer mit Faxoption (oder Faxserver) gibt es ohnehin kein Telefon bzw. keinen Lautsprecher mehr, das Modem oder der Server tut meist "schweigend" seinen Dienst.

  2. Ich bin aber sehr froh, noch eine akustische Kontrolle der Sendung zu haben. Es gibt immer noch Zeitgenossen, die von heute auf morgen ihren analogen Faxanschluss wieder fürs Telefon nutzen und dann mit Faxsendungen am Telefon bombardiert werden (inkl. Wahlwiederholungen).

    Habe ich hingegen bis zum Melden der Gegenstation noch den Lautsprecher des Faxgerätes an, erkenne ich sofort an der unerwarteten Stimme "das war nicht die richtige Nummer" (das soll ja auch vorkommen), kann jede weitere Wahlwiederholung stoppen und mir die richtige Faxnummer besorgen.

    Höre ich einen Besetztton aus dem Lautsprecher, weiß ich sofort, dass der Anschluss belegt ist; vielleicht ist auch die Nummer falsch.

    Auch der SIT-Ton: "Kein Anschluss unter dieser Nummer" sagt mir sofort, dass ich hier kein Fax loswerden kann. Ich muss nicht erst warten, bis vier automatische Wahlwiederholungen des Faxgerätes vorbei sind.

    Geht alles nur mit aktiviertem Lautsprecher.

  3. Bei mir im Labor klingelt ein Nebenstellentelefon: dann weiß ich schon, dass da jemand sich bei der Eingabe der Faxnummer geirrt hat und eigentlich zum Obi-Baumarkt wollte, der eine ähnliche Nummer hat. Dann hilft es nicht, abzuheben und zu erklären, dass dies kein Faxanschluss sei, die Gegenstelle versteht das nicht.

  4. Ein Rechtsanwalt möchte um 23:50 Uhr eine wichtige Terminsache noch per Fax dem Oberlandesgericht zusenden. Sein Faxgerät hat keinen Lautsprecher, aber einen grossen Speicher. Der ganze Schriftsatz wird nun vom Faxgerät innerhalb von 2 Minuten "eingeatmet" und der Rechtsanwalt geht befriedigt ins Bett.

    Gross der Schreck am nächsten Morgen: Das Telefax wurde erst um 00:12 Uhr des nächsten Tages ans OLG losgebracht: Frist versäumt, Prozess verloren! Wahrscheinlich waren doch noch weitere Anwälte "am letzten Drücker" mit Faxsendungen an das OLG.

    Hätte der Rechtsanwalt "hineingehört", hätte er bemerkt, dass das Gerät vom OLG-Fax "Besetztzeichen" bekommen hat, in die Wahlwiederholung gegangen und (nach genauer Einhaltung der im Gerät einprogrammierten Pausen) erst beim vierten Versuch durchgekommen ist.

    Er hätte zuvor aber eingreifen können und den Berufungsschriftsatz über die zweite oder dritte oder eine andere Gerichts-Faxnummer abzusenden versuchen können.

    Dann wäre alles vielleicht noch gutgegangen, dank nicht totgemachtem "Faxlautsprecher".

H. Kropp
13.09.05

 
 
 
 
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